Didgeridoo-Workshop am 17. September

Am Samstag, den 17. September, wird ab 14 Uhr ein DIDGERIDOO-SCHNUPPERKURS im Volksgarten Jena stattfinden.
ÄNDERUNG: DER WORKSHOP FINDET IN KATZHÜTTE BEI JO SOMMER STATT!
Nähere Infos unter der auf dem Flyer genannten Telefonnummer.
Info zum Didgeridoo-WorkshopDer Schnupperkurs wird geleitet von Jo Sommer, Musiker, Didgeridoo-Bauer und Künstler (Punktmalerei der Aboriginees) aus Katzhütte – http://josommer.de/

Beginn 14 Uhr, Didgeridoo-Freude für ungefähr 3 Stunden – Ausgleich 10 € pro Stunde; Zusammensein mit Open End – Kinderbetreuung inklusive, gemeinsames Essen

Gärtnern mit den Zyklen der Natur

Mir ist eben ein wunderbarer Artikel über die sogenannte phänologische Zeit oder englisch biotime im Permaculture Magazine begegnet.
Dazu hier ein paar Worte und Ressourcen für Beobachtungs- und NaturverbindungsfreundInnen, ganz zum Schluss dann eine Zusammenstellung aus diesem englischen Artikel für gute Zeitpunkte des Anbaus einiger Gemüsearten.

Phänologische Beobachtung bedeutet, Jahr für Jahr die jahreszeitlichen Ereignisse zu beobachten und zu dokumentieren, um über die Jahre Einblicke in die natürlichen Muster und Zyklen zu gewinnen und mit einiger Erfahrung dann auch ableiten zu können, wann welche gärtnerische Tätigkeit sinnvoll ist. Landwirte haben einst viel mit Wetterbeobachtungen gearbeitet (vlt. tun es einige noch?) und daraus Regeln für kommende Wetter- und Landbestellungsereignisse abzuleiten versucht (“Bauernregeln”). Zusätzlich zu Wettererscheinungen können auch andere Ereignisse beobachtet werden, die auf lange Sicht Aufschluss über solche natürlichen Zusammenhänge liefern können, z.B. wann bestimmte Zwiebeln, Sträucher oder Bäume zu blühen beginnen oder Blätter austreiben, wann einzelne Vogelarten aus den Winterquartieren zurückkehren, zu brüten beginnen, usw. usw.

Bei der anstiftung gibt’s auch einen Phänologischen Kalender mit vielen Details zum Download als PDF (Bild klicken zur Weiterleitung auf die Webseite der anstiftung mit Download):

Phänologischer Kalender - anstiftung & ertomis

Phänologischer Kalender - anstiftung & ertomis

Wer mehr vom englischen Artikel im Permaculture Magazine lesen möchte, hier ist der Link.

Schön fand ich den Satz im Artikel:

“Die Natur läuft nicht nach menschlichen Kalendern”
… ” – sie hat ihre eigenen jahreszeitlichen Rhythmen, die von den großen Zyklen des Planeten beeinflusst werden, wie dem Zunehmen und Abnehmen des Mondes, den Gezeiten, Veränderungen in der globalen Temperatur, Phänomenen wie El Nino, dem Goldstrom… dies sind riesige und veränderliche Zyklen, die unser regionales Wetter beeinflussen. Das wiederum kann bestimmen, wann die ersten Zwiebeln sich öffnen, wann Vögel wandern, Nester bauen, Eier legen, wann die Blätter von Eichen sich zu öffnen beginnen, und wann Insekten beginnen zu schlüpfen usw.”

Permakultur ist Arbeiten und Leben mit der Natur. Das Resultat ist weniger Arbeit, geringerer Ressourcenverbrauch und leichter erzielte Erfolge. Das Beobachten und Wieder-Verbinden mit dem Natürlichen um uns (dessen wir Teil sind) und Erkennen/Erinnern der größeren Muster, in die wir, genau da wo wir leben, eingebettet sind – z.B. über unsere gärtnerischen Tätigkeiten -, erlaubt uns außerdem, uns wieder als Teil eines größeren lebendigen Ganzen wahrzunehmen (bewusst oder unbewusst). Das wiederum bringt mehr Ruhe und Gesundheit, auf allen Ebenen. Sicherlich auch einer der vielen guten Gründe, die Menschen in ihre Gärten locken.

Der Artikel kam mit einer kleinen Sammlung von Empfehlungen für Gemüsepflanzung und -aussaat in Abhängigkeit von Naturereignissen an diesem Ort – ich füge sie hier auf Englisch ein und hoffe, alle interessierten LeserInnen finden sich zurecht damit (die EN Wiki und Online-Wörterbücher sind schnelle Helfer):

Plant corn and beans when elm leaves are the size of a squirrel’s ear, when oak leaves are the size of a mouse’s ear, when apple blossoms begin to fall, or when dogwoods are in full bloom.

Beans: Plant beans when lilac is in full bloom, also cucumber seeds and squash seeds.

Beets: Blooming crocus are your cue to plant radishes, parsnips, and spinach.

Broccoli, lettuce, spinach, peas, and cabbage: when lilacs first begin to leaf out and dandelions are in bloom.

Brussels sprouts: Plant Brussels sprouts when lilacs first begin to leaf out and dandelions are in bloom.

Cabbage: Plant cabbage and cabbage family crops (broccoli, Brussels sprouts, collards) when lilacs first begin to leaf out and dandelions are in bloom, also beets, carrots, lettuce, and spinach.

Cabbage for spring: Plant spring cabbage in fall when mock orange is in full bloom.

Collards: Plant collards when lilacs first begin to leaf out and dandelions are in bloom.

Corn: Plant corn when apple blossoms begin to fall and when oak leaves are the size of a squirrel’s ear.

Cucumber: Plant cucumber seeds when lilac is in full bloom and when the blooms just start to fade, also bean seeds and squash seeds.

Eggplant: Transplant eggplant when irises bloom and daylilies start to bloom, also melons and peppers.

Hardy, cool-season spring crops: plant hardy crops when plum and peach trees are in full bloom.

Peas: Plant peas when daffodils and forsythia are in full bloom.

Potatoes: Plant potatoes when the first dandelions bloom.

Squash: Plant squash seeds when lilac is in full bloom and just as the blooms fade, also bean seeds and cucumber seeds.

Tomatoes: Plant tomatoes, early corn, and peppers when day lilies start to bloom or lily-of-the-valley plants are in full bloom or flowering dogwood are in bloom.

Perennials: can be planted when the maple trees begin to leaf out.

Start succession plantings of beets and carrots when dandelions are blooming.

Tag der offenen Gärten in Jena am 15. Juni

Der Volksgarten ist auch in diesem Jahr wieder einer der Eingangsgärten für den Tag der Offenen Gärten in Jena am Sonntag, den 15. Juni. Wir öffnen unser Tor für alle Interessierten zwischen 10 und 17 Uhr!
Wir werden unseren Lehmofen einweihen und es wird eine kleine Kräuter-&Permakultur-Führung und ein Feuerchen geben. Kuchen und Getränke werden auch da sein!
Weitere Infos zu den offenen Gärten:

http://www.offene-gaerten-thueringen.de/Jena.21.0.html

 

Permakultur-Einführungskurs im Mai

Nach dem ersten Permakultur-Einführungskurs in Jena 2012, der damals im Volksgarten stattfand, wird es am
17. & 18. Mai 2014
wieder eine Möglichkeit geben, an einem Wochenende intensiv in die Grundlagen der Permakultur-Gestaltung einzutauchen. Aufgrund des geringen überdachten und ggf. beheizbaren Platzangebots im Volksgarten findet der Kurs diesmal an einem anderen Ort statt, nämlich im Waldkindergarten in Jena-Nord. Dort ist ebenfalls für Übungen und praktische Aktionen im Freien ein schöner Garten vorhanden und die Räume unterstützen eine angenehme, spielerische Lernatmosphäre. Nähere Informationen zu Permakultur, Inhalten und Kosten des Kurses sowie zur Anmeldung findet ihr auf der Veranstaltungsseite (dort Link zum PDF anklicken).

Was gibt es Gutes an Maulwurfshügeln?

In den letzten Wochen mehren sich die Maulwurfshügel auf den Wiesen Jenas – so auch im Volksgarten!

Bisher haben wir im Volksgarten auf ihr Erscheinen mit dem Platt- und Festtreten der Erde reagiert. Da das die wertvolle Lockerungsarbeit der Maulwürfe zunichte macht und die Wiederherstellung der Wiese nach dem Überschwemmungsereignis im letzten Jahr nicht unbedingt unterstützt, ist es für mich interessant zu fragen, ob man die Arbeit der Maulwürfe stattdessen sinnvoll nutzen kann.

Prompt erschien in der letzten Woche ein passender Artikel auf der Webseite des englischen Permaculture Magazine (http://www.permaculture.co.uk/readers-solutions/moles-permaculture-perspective), dessen Inhalt ich hier kurz zusammenfassen möchte.

Die Autorin Katie Shepherd schreibt zu Beginn über mögliche Probleme, die diese Erdhügel auf landwirtschaftlich genutzten (Weide- und Heu-)Flächen darstellen können – weshalb die Maulwurfsbestände dort meist durch Fallenstellung, Abschuss oder Vergiftung kontrolliert werden [Anm.: In Dtl. stehen die Tiere übrigens nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz!]. Sie sah sich in einem Dilemma, als sie nach der Übernahme der Farm mit der Aufgabe der „Maulwurfskontrolle“ konfrontiert wurde. Unter Verwendung der Permakulturethik und -prinzipien (http://holmgren.com.au/downloads/Essence_of_Pc_DE.pdf) beleuchtete sie die Herausforderungen und Möglichkeiten näher und hatte folgende Einsichten, die auch für uns Gärtner interessant sind:

  • Auf einem Grundstück lebende Maulwürfe sind ein Zeichen für eine ebenfalls dort vorkommende gute Erdwurmpopulation;
  • die Aktivitäten der Maulwürfe tragen zur Lockerung des Bodens und Beseitigung von Verdichtungen bei;
  • die Tötung von Maulwürfen ändert die natürliche Balance – ökologischer Theorien zufolge würden schwächere Maulwürfe einwandern und sich entgegen der natürlichen Prozesse vermehren können, sodass die Anzahl von Maulwürfen zunehmen würde;
  • die Vergiftung bedeutet den unnötigen Tod von Lebewesen, die wiederum Maulwürfe als Beutetiere nutzen.

Dann folgen ein paar Ideen für den Umgang mit den Hügeln:
Sie empfiehlt und wird in einem Kommentar auf ihren Artikel darin bestätigt, dass der Boden von Maulwurfshügeln zum Eintopfen von Pflanzen und Füllen von Hochbeeten verwendet werden kann – im Kommentar wird festgestellt, dass das “Abernten” von Maulwurfshügeln für Pflanzmischungen sowohl das „ordentliche“ Erscheinungsbild von Parkanlagen wiederherstellen helfen kann als auch kostenfrei ist! Wenn jemand in Jena sandige oder humusreiche Maulwurfshügel findet, könnten wir die bei uns sehr tonige Erde komplett dank Maulwurfsarbeit gut abmischen – oder sonst mit anderem Sand und unserem Kompost… ;)

Eine weitere Lösung, die Katie Sh. vorschlägt, ist, die Maulwurfshügel zu einer dünnen Schicht über dem Gras auseinanderzuharken. Es sieht innerhalb von ein paar Wochen besser aus, da das Gras beginnt durchzuwachsen. Das habe den Nebeneffekt, sie über den Winter sanft fit zu halten, während sie gleichzeitig ihr Land besser beobachten kann.

Das Interessante an dem allen ist, so finde ich, offen zu sein für die Aktivitäten dieser (und anderer) kleinen Wesen und zu schauen, was wir Dankenswertes daran finden oder Einsichten daraus gewinnen können – immerhin deuten die Maulwurfsgäste auf viele Regenwürmer hin, die uns gute Arbeit im Boden verrichten, sowie möglicherweise einige “Schädlinge” und die ein oder andere Wühlmaus weniger (deren Brut steht wohl auch auf dem Speiseplan eines Maulwurfs).

Wenn die geschätzten LeserInnen dieses Blogs dazu weitere Ideen und Erfahrungen haben – teilt sie doch bitte gern hier mit!

Workshop am 3. September: Kochen auf selbstgebauten Mikro-Vergasern

im Volksgarten Jena!!!

 Im Workshop bauen wir Mikro-Vergaser aus Blechdosen. Dadurch erschaffen wir aus „Müll“ mobile Produktions- und Recyclinganlagen. Auf der „Abwärme“ der Holzvergaser wird gekocht, während sich der Brennstoff im Inneren in Gas und Holzkohle verwandelt.

Ablauf und Inhalte des Mikro-Vergaser Workshops

16:0017:00 Uhr: Begrüßung, Vorstellungsrunde, kurze Einführung
17:0019:00 Uhr: Bau der Mikro-Vergaser
19:0020:00 Uhr: Gemeinsames Kochen und Essen

Was können die Teilnehmer mitbringen?

  • Teller und Löffel für die Suppe
  • Arbeitshandschuhe (wichtig!)

Was können die Teilnehmer mitnehmen?

  • Holzkohle und Mikro-Vergaser

Anmeldung bis 30.8. unter:

Unkostenbeitrag 5€

Noch ein paar Links zu Mikrovergasern:

Workshop-Leiter: Joachim Betzl, KompostKreis

Die Projektwerkstatt der TU-Berlin, Prinzip und Anleitung:
Microgasifier

Der Dokumentarfilm: “Die Wiederentdeckung der Terra Preta” von Ingo Schulze

Veranstalter:

Volksgarten Jena
Umweltreferat Jena

 

Zur Vorab-Information: Etwa eine Woche später wird ein Sensen-Workshop im Volksgarten stattfinden!

Workshop Obstbaum-Veredelung im Volksgarten & andere Veranstaltungstipps

Herzliche Einladung an alle Interessierten zum

Workshop Obstbaum-Veredelung
mit Daniela Kersten
diesen Samstag, 4. Mai, 9 – 13:30 Uhr im Volksgarten!

Die nächste Versammlung im Volksgarten findet morgen, am Dienstag, den 30. April, ab 15 Uhr statt. Themen u.a.: neue Beetverteilung, Saatgutbörse.

Empfehlungen für externe Veranstaltungen:

29.04.2013 – Verschwendung von Lebensmitteln, Warum so viele im Müll landen und was dagegen getan werden kann.
Film, Vortrag und Diskussion u.a. mit Prof. Dr. Guido Ritter des iSuN – Institut für Nachhaltige Ernährung und Ernährungswirtschaft
Beginn: 18:00 Uhr,
Ort: Offene Arbeit – hinter der evangelischen Stadtmission, Allerheiligenstraße 9, Erfurt
http://boell-th.boell-net.de/calendar/VA-viewevt.aspx?evtid=12644

30.04.2013 – Tagung solidarische Landwirtschaft
“Einstieg in die soziale Landwirtschaft – wie gelingt’s?”
10:00 Uhr, Ort: Gut Sambach Mühlhausen
http://neu.oekoherz.de/fileadmin/user_upload/Termine/flyer_Tagung_SoLa_B.pdf

Bis bald & viel Freude am frischen Grün!

Obstbaumschnitt-Workshop am Samstag, den 16. März!

Wir möchten Sie / Euch gern herzlich einladen zum Workshop “Naturgemäßer Obstbaumschnitt”, der am kommenden Samstag, den 16. März ab 9 Uhr und bis ca. 13:30 Uhr stattfindet. Treffpunkt ist der Volksgarten!
Schwerpunktthemen werden diesmal Pflanzung, Pflanzschnitt & Jungbaumpflege sein.