Wir brauchen wieder Sensenmänner und -frauen! :o)

Um unsere Wiesenfläche gut begehbar zu halten und gleichzeitig all die guten darauf wachsenden Kräuter noch nutzen zu können, v.a. auch um einfach Mulchmaterial zu gewinnen für Beete und Obstbäume, möchten einige von uns das Sensen lernen.
Das Sensen

  • schont die Erdölressourcen und das Klima (im Vergleich zum Rasenmäher)
  • macht möglich, dass sich das Bodenleben in unseren Beeten und um die Baumwurzeln herum freut und fruchtbaren Humus aufbaut: denn durch Abdeckung der Beete mit dem gewonnenen groben Mulch verbrennen oder vertrocknen die “guten Geister” im Boden nicht in der Sonne und bekommen was zu futtern
  • ist eine Methode, die Wiese auf schöne Weise kurz zu halten: die Wiese wird nicht so vermullt mit lauter Gehäckseltem aus dem Rasenmäher und darf etwas länger bleiben, sodass der Boden durch das Grün geschützt bleibt; außerdem sieht’s schöner aus und fühlt sich besser an nackten Füßen an als kurze trockne Stoppeln
  • trainiert unseren Körper nebenbei (mit der richtigen Technik soll es sogar wie Taiji sein..)
  • und es gibt wieder was Interessantes zu lernen! :)

Ein wunderbares Zitat von Bernhard Lehnert (http://www.sensenwerkstatt.de) zum Mähen mit der Sense:

Der Griff zur Sense ist zugleich auch eine Entscheidung für das sinnliche Naturerleben, für den Naturschutz und nicht zu vergessen für den Klimaschutz. Anders als mit der Motorsense, kommt man beim Mähen mit der Sense der Wiese, der Natur, besonders nahe. Gerade weil die Sense keinen Motor hat, der den Rhythmus und das Tempo der Arbeit bestimmt, sondern geräusch- und geruchlos arbeitet, kommt man mit der Sense in den Genuss, alles wahrzunehmen, was während des Mähens um einen herum vorgeht. Man braucht nur im Schwung inne zuhalten und nicht erst den Motor abzustellen, um sich der Welt zuzuwenden. Denken Sie immer daran, mit einer Handsense mähen Sie, und nicht die Sense mäht mit ihnen, wie es die “Motorsense” tut.

Dies ist ein großer Vorteil der Sense. Spätestens bei jeder Wetzpause oder wenn ich verschnaufen muß, stütze ich mich auf meine Sense und schaue auf die Wiese. Ich habe Zeit die Natur zu erleben: Ich sehe, wo welche Pflanzen wachsen, entdecke versteckte Ameisenburgen im hohen Gras, hebe eine träge Blindschleiche aus der Mähbahn, atme den frischen Duft der Minze, oder staune über die kunstvoll gesponnenen Radnetze der Spinnen, an denen die Tautropfen im ersten Sonnenlicht wie schillernde Wasserperlen auf der Wäscheleine hängen.

Die immer wieder überraschende Fülle des Angebots auf einem bekannten Internetvideoportal … hat mir gerade diese Videoserie aus den Alpen über den Weg geschickt, ein kleiner Überblick darüber, was es beim Sensen und an der Sense zu beachten gibt. Achtung, man muss seine Ohren etwas weit stellen, der Dialekt ist möglicherweise ungewohnt.. =)

Sense vorbereiten
Sense dengeln
Sense wetzen
Mähen

Viel Spaß und auf hoffentlich baldiges gemeinsames Ausprobieren im Volksgarten! ;)

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