Veranstaltungen im Volksgarten ab Anfang September

Ein Anliegen des Volksgartens über das Gärtnern in Gemeinschaft hinaus ist es auch, Bildungsstätte zu sein. Wir haben ein Bildungs- und Kulturprogramm für Herbst und Winter zusammengestellt, zu verschiedenen gartenrelevanten und zukunftsrelevanten (falls man das voneinander trennen kann) Themen. Unsere Veranstaltungs-Seite (siehe Menü oben) wurde bereits aktualisiert und wird in den nächsten Tagen das vollständige Programm für die kommenden Monate präsentieren!
Viel Freude beim Durchstöbern & auf ein baldiges Treffen im Volksgarten!

Blühende, würzige und heilende Stauden im Volksgarten

Zum Tag der Offenen Gärten am 9. Juni bekamen wir von einem netten Hobbygärtner aus Jena eine Menge besonderer Stauden geschenkt – eine tolle Sache, für die wir sehr dankbar sind!

Die Kräuterspirale im Garten wurde neben Zitronenthymian und Salbei auch um alte und fast vergessene Heilpflanzen wie Ysop, Andorn und Weinraute bereichert – eine wunderbare Vielfalt…

Auch am Apfelbaum, am Weiden-Tipi und am Weidenzaun vor der Badestelle wachsen schön blühende Heil- und Gewürzstauden wie Ziest, Süßdolde und Monarde, lauter kleine, vielfach nützliche Augenweiden.

Wer sich dafür interessiert und gerne die ein oder andere Pflanze im Tee oder als Würzkraut ausprobieren mag, kann sich in der Tabelle belesen, die jetzt auch im Gartenbuch zu finden ist (Gäste bitte einfach Mittwochnachmittag reinschauen und anfragen)! Irgendwann werden wir sicher auch Pflanzen weiterzugeben haben..

Volksgarten-Sommerfest am 30. Juni !!

Wir laden alle Freunde, Unterstützer und Interessierte zum ersten großen Volksgartenfest am 30. Juni herzlich ein! Beginn ist 14 Uhr, Ende (vielleicht) 22 Uhr. ;)

Das Programm ist nun auch fertig (- tataaaaaaa -):

                  14 Uhr  -  Liedermachermusik von Frau Scheller
                  15 Uhr  -  Vortrag zum Thema Transition Towns von Jean (evtl.)
                  16 Uhr  -  Vortrag über Selbstversorgung von Micha
                  17 Uhr  -  Workshop / Improvisation mit Trommeln
                  18 Uhr  -  Vortrag & Gartenführung zum Thema Permakultur von Conny
                  20 Uhr  -  Musik von der Band “As Free As Free Jazz” (s. Linkliste rechts)

außerdem (ständig oder zwischendurch):

  • Ausstellung zur Entwicklung der Gärten von Dieter Holzapfel
  • Film “Gründämmerung” über Gemeinschaftsgärten
  • Tanzen mit Rosa (afrikanisch, orientalisch, traditionell…)
  • Portemonnaies aus Tetrapacks basteln mit Bianca (14-17 Uhr)
  • Angebote für kleine und große Kinder:
    Blumenaussaat in kleine Töpfchen zum Mitnehmen,
    Fußball-, Tischtennis-, Federballspiel
  • Hochbeet und evtl. Kompostbau als praktische Aktionen zum Mitmachen
  • Büchertisch (zur Ansicht)
  • Tauschbörse (Kleidung, Bücher, Gartengeräte, Pflanzen, …)
  • Wildkräuterführung
  • abends Lagerfeuer

…und natürlich diverse kulinarische Leckereien, u.a. mit Wildkräutern!!!

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch!

Öffentliche Veranstaltungen im Volksgarten am 9. & 30. Juni!

Im Juni öffnet der Volksgarten an 2 Terminen seine Tore für alle Interessierten:

Am Samstag, den 9. Juni,
präsentieren wir uns im Rahmen des Tages der Offenen Gärten von 10 bis 17 Uhr.
Informationen zum Tag der Offenen Gärten sowie der Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend finden sich auf http://www.offene-gaerten-thueringen.de/Jena.21.0.html.
Natürlich besteht für alle die Möglichkeit, sich unseren Gemeinschaftsgarten in Ruhe anzuschauen und mit uns darüber auszutauschen. Desweiteren wird es Infotafeln zu verschiedenen Themen rund um die Idee der Gemeinschaftsgärten zu lesen geben, ein Hochbeet wird “live” erbaut werden, und ab 15 Uhr wird es eine Wildkräuterführung durch den Garten geben.
Zur Stärkung auf der Reise durch die Gärten bieten wir Kaffee, Tee, kalte Getränke und Kuchen an – und ein kleines kulturelles Programm…

Am Samstag, den 30. Juni,
schmeißen wir von 14 bis 22 Uhr das erste große Volksgartenfest!
Es wird Live-Musik, Vorträge bzw. Workshops zu verschiedenen Themen wie Transition Towns, Permakultur, Selbstversorgung u.a. geben sowie Angebote für Kinder. Für diverse kulinarische Freuden wird gesorgt sein!

Wir freuen uns auf viele interessierte Besucher an diesen Tagen!

http://www.offene-gaerten-thueringen.de/Jena.21.0.html

Wir brauchen wieder Sensenmänner und -frauen! :o)

Um unsere Wiesenfläche gut begehbar zu halten und gleichzeitig all die guten darauf wachsenden Kräuter noch nutzen zu können, v.a. auch um einfach Mulchmaterial zu gewinnen für Beete und Obstbäume, möchten einige von uns das Sensen lernen.
Das Sensen

  • schont die Erdölressourcen und das Klima (im Vergleich zum Rasenmäher)
  • macht möglich, dass sich das Bodenleben in unseren Beeten und um die Baumwurzeln herum freut und fruchtbaren Humus aufbaut: denn durch Abdeckung der Beete mit dem gewonnenen groben Mulch verbrennen oder vertrocknen die “guten Geister” im Boden nicht in der Sonne und bekommen was zu futtern
  • ist eine Methode, die Wiese auf schöne Weise kurz zu halten: die Wiese wird nicht so vermullt mit lauter Gehäckseltem aus dem Rasenmäher und darf etwas länger bleiben, sodass der Boden durch das Grün geschützt bleibt; außerdem sieht’s schöner aus und fühlt sich besser an nackten Füßen an als kurze trockne Stoppeln
  • trainiert unseren Körper nebenbei (mit der richtigen Technik soll es sogar wie Taiji sein..)
  • und es gibt wieder was Interessantes zu lernen! :)

Ein wunderbares Zitat von Bernhard Lehnert (http://www.sensenwerkstatt.de) zum Mähen mit der Sense:

Der Griff zur Sense ist zugleich auch eine Entscheidung für das sinnliche Naturerleben, für den Naturschutz und nicht zu vergessen für den Klimaschutz. Anders als mit der Motorsense, kommt man beim Mähen mit der Sense der Wiese, der Natur, besonders nahe. Gerade weil die Sense keinen Motor hat, der den Rhythmus und das Tempo der Arbeit bestimmt, sondern geräusch- und geruchlos arbeitet, kommt man mit der Sense in den Genuss, alles wahrzunehmen, was während des Mähens um einen herum vorgeht. Man braucht nur im Schwung inne zuhalten und nicht erst den Motor abzustellen, um sich der Welt zuzuwenden. Denken Sie immer daran, mit einer Handsense mähen Sie, und nicht die Sense mäht mit ihnen, wie es die “Motorsense” tut.

Dies ist ein großer Vorteil der Sense. Spätestens bei jeder Wetzpause oder wenn ich verschnaufen muß, stütze ich mich auf meine Sense und schaue auf die Wiese. Ich habe Zeit die Natur zu erleben: Ich sehe, wo welche Pflanzen wachsen, entdecke versteckte Ameisenburgen im hohen Gras, hebe eine träge Blindschleiche aus der Mähbahn, atme den frischen Duft der Minze, oder staune über die kunstvoll gesponnenen Radnetze der Spinnen, an denen die Tautropfen im ersten Sonnenlicht wie schillernde Wasserperlen auf der Wäscheleine hängen.

Die immer wieder überraschende Fülle des Angebots auf einem bekannten Internetvideoportal … hat mir gerade diese Videoserie aus den Alpen über den Weg geschickt, ein kleiner Überblick darüber, was es beim Sensen und an der Sense zu beachten gibt. Achtung, man muss seine Ohren etwas weit stellen, der Dialekt ist möglicherweise ungewohnt.. =)

Sense vorbereiten
Sense dengeln
Sense wetzen
Mähen

Viel Spaß und auf hoffentlich baldiges gemeinsames Ausprobieren im Volksgarten! ;)

Reges Leben im Volksgarten

Es grünt und wächst und wimmelt von Leben im Volksgarten, auch immer mehr Gärtner und Bastler sind im Gemeinschaftsgarten anzutreffen.

JenaTV hat einen Beitrag über uns gesendet, den man sich noch anschauen kann unter folgendem Link:
http://www.jenatv.de/soziales/Leben_in_der_Platte:_Volksgarten_in_Lobeda-9088.html

Die Stücke unseres “Beetkuchens” sind nun alle verteilt und Kartoffeln, Kohlrabi, Radieschen, Mangold, Tomaten, Erbsen, Bohnen, Reste von Spinat u.a. wachsen und gedeihen darauf. Die Kräuterspirale wurde formvollendet und wird bald auch eine Bereicherung für uns Gärtner, Besucher und Insekten darstellen, durch duftende bunte Blüten und würzige Blätter und Samen für unsere Küchen.
Ein paar weitere Flächen (und Erhöhungen) zum Pflanzen werden in Kürze in Form von Hochbeeten geschaffen – ein paar interessierte Gärtner werden also noch ein Plätzchen zum Austoben bei uns finden!

Wir diskutieren bereits angeregt über die Themen, die sich von selbst bei den (teilweise) ersten Versuchen des Anbaus von Nahrungsmitteln auftun… So z.B. die Schneckenbesuche und wie wir freundlich mit ihnen umgehen können, sodass wir gleichzeitig selbst noch genug von der Ernte abhaben dürfen; die freundlichen Bodenlockerungsarbeiten der Wühlmäuse, die wahrscheinlich aber leider auch ihren Arbeitslohn in Form eines Teils unseres Wurzelgemüses fordern werden; das Mulchen der Beete und die Frage, welches Material wir für diese Abdeckung und Förderung des Bodenlebens nehmen wollen – was uns die Notwendigkeit eines entspannteren Rhythmus und einer vermehrt anderen Art der Wiesenmahd (mit Sichel & Sense) klarer gemacht hat, denn unsere Wiese ist voll von diversen Wildkräutern, die gesund für den Boden sind… – u.v.m., es gibt immer Neues zu beobachten und herauszufinden!

Um uns über solche und viele andere Themen besser austauschen zu können und gemeinsam mehr Spaß bei den Aktivitäten im Garten zu haben, haben wir, nachdem die letzten Termine noch nicht gut gepasst haben, einen neuen Termin für unsere regelmäßigen Gartentreffen gesucht und gefunden: Wir treffen uns nun jeden Mittwoch ab 16 Uhr!

Desweiteren hier die Ankündigung für zwei öffentliche Termine:
Am 9. Juni wird sich auch das Tor des Volksgartens für alle interessierten Besucher zum Tag der offenen Gärten öffnen (weitere Infos: http://www.offene-gaerten-thueringen.de/Jena.21.0.html).
Dafür sowie für unser großes Volksgartenfest am 30. Juni ist noch einiges vorzubereiten, und wir sind schon in Vorfreude und voller Ideen!

Frühlingserwachen

Nun ist es endlich soweit, die Gartensaison hat begonnen und im Volksgarten sind bereits die ersten Knospen und Blüten zu sehen. Die Stockenten auf der Saale sind auch schon lautstark beim Dating und im Sonnenschein kann man hin und wieder die blau glänzenden Eisvögel vorbei blinken sehen. Auch die ersten GärtnerInnen sind schon fleißig am Beete bestellen. Die heißeste Neuigkeit ist unser Bauwagen, der eigentlich ein Bienenwagen ist und herrlich nach Bienenwachs und Honig richt. Er steht noch in Jena- Ost und wird nächste Woche abgeholt. Für den Kauf des Wagens haben wir finanzielle Unterstützung von der Stiftung Mitarbeit und den Stadtwerken Jena- Pössneck bekommen.              Endlich haben wir auch gemeinsame Termine für unsere Zusammenkünfte gefunden.                                                                                                                             Wir wollen uns immer Dienstags und Sonntags jeweils ab 14:00 Uhr im Garten treffen. Also auf zu den Spaten und Hacken es kann gegärtnert werden.

Winter im Volksgarten

Derzeit liegt der Volksgarten unter einer weißen Decke und scheint zu schlafen. Noch bis kurz vor dem Wintereinbruch haben wir an der Komposttoilette gearbeitet. Für das Klohäuschen, dass aus einer aufgelösten Gartenanlage stammt, muss eine Unterkonstruktion gebaut werden, damit es als Komposttoilette genutzt werden kann.

Im Januar  gab es  im Volksgarten auch einen Erfahrungsaustausch mit den GemeinschaftsgärtnInnen aus dem Stadtteil Winzerla. Themen waren die Entwicklungsstände der beiden Gärten und ein allgemeiner Erfahrungsaustausch.

Unser Gemeinschaftsgarten hat sich, wohl leider nur vorübergehend, beträchtlich vergrößert, denn seit dem strengen Frost der vergangenen Tage, ist die Saale im Abschnitt zwischen Maua und Burgau zugefroren. So inszeniert jede Jahreszeit ihr eigenes Schauspiel mit wechselnden Bühnenbildern. Dieses Bühnenbild lädt ein, zu einem Bad im Licht. Alles ist wunderbar hell und weit.

 

Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie

In Berlin findet am 21.01.2012 (Start: 11:30 Uhr, Berlin Hbf) unter dem Motto: Wir haben es satt!- Bauernhöfe statt Agrarindustrie eine große Kundgebung für eine bäuerlich- nachhaltige Landwirtschaft, Respekt vor den Tieren und das Menschenrecht auf Nahrung statt. Bei der letzten Demo zur “Internationalen Grünen Woche” im Januar 2011 waren bereits mehr als 22.000 Menschen auf der Straße um gemeinsam gegen Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen zu protestieren. In den kommenden Monaten werden die Weichen gestellt für eine Neuausrichtung der EU- Agrarpolitik bis 2020. Doch die Bundesregierung blockiert noch immer eine echte Reform. Daher gehen wir wieder auf die Straße!

Damit der Demonstrationszug noch größer und bunter wird, brauchen wir euch! Seid dabei, wenn es am 21.01.2012 heißt:                                                                     Wir haben es satt! Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie!

Ernährungs-Souveränität (GAP – Gemeinsame Agrarpolitik)